Erich Klahn, (1901-1978)

In den Jahren 1962 und 1963 hat Erich Klahn die künstlerische Ausgestaltung der Christuskirche in Westercelle geplant und realisiert. Am 28. April 1963 wurde im Gottesdienst das neue Altarbild "Der Auferstandene" enthüllt. Weitere Arbeiten des Künstlers in unserer Kirche sind die besonderen Türklinken, das Parament, die Kirchenjahrrosette, vier Fliesen (verdecken den Hohlraum der Grundsteinlegungskartusche) und einige Entwurfsskizzen. Ursprünglich sollte die gesamte Kirchendecke mit ausgemalten Kassetten versehen werden.

Taufsteinaufsicht mit dem eingemeißelten Spruch: "Und taufet sie im Namen des Vaters des Sohnes und des Heiligen Geistes".
Der Taufstein ist ein Meisterstück des Celler Bildhauers H.-J. Rieke, den er der Kirchengemeinde Westercelle als Geschenk machte. Er ist aus Elmkalk gearbeitet.
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Das Antependium (von lat.: ante = vor und pendere = hängen) ist ursprünglich ein reich verzierter und bestickter Vorhang aus Stoff vor oder an den Seiten des Stipes (Altarunterbau). Gebräuchlich sind diese Vorhänge seit dem 4. Jahrhundert, im Mittelalter ist der Altar von der Mensa (Altarplatte) bis zum Boden oft nicht mit Stoff, sondern mit Holz, Edelmetall oder Stein auch an der Rückseite (Dorsale, franz. dossier) verkleidet, häufig auch mit Verzierungen geschmückt. Auch diese Verkleidung wird Antependium genannt. Seit 1570 ist in der katholischen Kirche ein Stoffbehang vorgeschrieben. So sind auch heute noch, sowohl in der evangelischen als auch in der katholischen Kirche, Antependien in Gebrauch. In der Regel finden sich davon in jeder Kirche zwei Stück. Eines als Behang des Altars, das andere als Kanzelbehang. Sie sind wie alle Paramente in den liturgischen Farben gehalten und meistens mit zur Kirchenjahreszeit passenden Symbolen versehen.
Die von Klahn geschaffenen besonderen Türklinken in unserer Kirche!
Türaussenklinken des Kirchenportals
An der Eingangstür sind die Buchstaben A und O angebracht; zwei Engel verweisen auf diese beiden Buchstaben und damit auf das Wort des Auferstandenen: Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige; ich bin das A und O, der Anfang und das Ende.
Der Altarbehang mit dem gekreuzigten Christus von dem Celler Künstler Erich Klahn weist die Gemeinde in jedem Gottesdienst auf die Mitte des Evangeliums hin. Deutlich sehen wir an dem Gekreuzigten die Zeichen seines grausamen Leidens: Nägelmale und Dornenkrone. Auf die Menschheit schaut er sterbend nieder, weit nach vorne gebeugt unter der Last der menschlichen Sünde und mit dem Ausdruck, der Menschheit im Leide nahe zu sein. Die überlangen Arme sind weit ausgebreitet und wollen mittragen. Die offenen Hände laden ein, den Weg unter der Versöhnung Gottes mitzugehen. Unübersehbar ist die Inschrift: Jesus von Nazareth - König der Juden. Er als Gottes Sohn und Versöhnungswerk ist Mitte der Zeiten und des Weltalls. Darauf weisen Sonne und Mond neben dem Kreuz und die Vielzahl der Sterne hin. Mit diesem Kreuz ist die Hoffnung der Menschheit verbunden - aus dem Stamm grünt neues Leben hervor.
Seit 1973 ist die Altarwand nicht mehr rot. Insgesamt war der Altarraum
durch die tiefrote Bemalung sehr dunkel. Die Lichtverhältnisse haben
sich zwar deutlich verbessert, das Kunstwerk "Der Auferstandene Christus"
hat aber von seiner Wirkung und strahlenden Kraft eingebüßt (siehe
oben).
Beim Verlassen des Kirchenschiffes über die Haupttür müssen wir an der Windfangtür die 10 Gebote in die Hand nehmen. Sie sollen uns in den Alltag begleiten.
Im Windfang der Kirche sind dann die Türgriffe mit dem hörenden und dem predigenden Engel zu sehen: Der Hinweis, dass im folgenden Raum, dem Kirchenschiff, Gottes Wort verkündigt wird!
An der Seitentür des Windfangs (Tür zum Läuteraum) befindet sich der betende Engel: In der Kirche hat das Gebet seinen festen Platz.
Türklinke von der Chorecke zur Sakristei
Dargestellt ist ein singender Engel, der den Hinweis gibt: Hier sitzt der Chor.
Verlassen wir die Kirche über die Haupttür, so begreifen wir als letztes die Klinke mit dem Engel, der in der Bibel liest; diese Türklinke soll uns in den Alltag begleiten und das Lesen in Gottes Wort nahelegen.